Das Museum St. Wendel lädt am Sonntag, dem 10. Mai, um 11 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Kunst & Kommerz – Mode im Zeitgeist von 1925-1935. Modezeichnungen von Mia Münster und Schaufensterfiguren im Dialog“ ein.
Die Ausstellung stellt erstmals Modezeichnungen der St. Wendeler Künstlerin Mia Münster (1894–1970) in den kulturhistorischen Kontext der Mode.
Münster studierte in den „Goldenen Zwanzigern“ an der renommierten Reimann-Schule für Kunst und Kunstgewerbe in Berlin. Dort wurde sie unter anderem zeitgleich mit Dörte Clara Wolff („Dodo“) ausgebildet und arbeitete wie Dodo und die Berliner Künstlerin Jeanne Mammen als Gebrauchsgrafikerin für Mode- und Gesellschaftsmagazine sowie in der Produktwerbung.
Die Idealvorstellungen der vom Korsett befreiten „Neuen Frau“ sowie damit verbundene Rollen- und Körperbilder prägten alle Gattungen der angewandten Kunst jener Zeit. In der Gegenüberstellung von Münsters Modezeichnungen und historischen Schaufensterfiguren aus der Sammlung des Mannheimer Kulturhistorikers Wolfgang Knapp werden diese Parallelen eindrucksvoll sichtbar.
Außerdem wird die Ausstellung durch Modeaccessoires und Reklameobjekte aus Deutschland und Frankreich, Modezeitschriften und -kataloge sowie stadtgeschichtliche und regionale Dokumente wie Werbeanzeigen und Firmendokumente ergänzt.
Kuratiert wird die Ausstellung von Wolfgang Knapp, Kulturhistoriker und Kurator aus Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Museum St. Wendel. Die Planung und Gestaltung erfolgen durch das Designbüro Pikdrei.
Die Ausstellung wird von der Stiftung ME Saar unterstützt.